Der Kampf der Wölfe

Prolog

Ein Vater saß mit seinem Sohn im Garten hinter dem Haus. Sie beobachteten gemeinsam den Sternenhimmel, als der Vater die Stille unterbrach und sagte:

„In meinem Innersten kämpfen zwei Wölfe.“

Erwartungsvoll schaute der Sohn seinen Vater an. Der Vater sprach weiter:

„Der eine ist der Wolf des Misstrauens, der Verzweiflung und der Dunkelheit. Der andere Wolf hingegen ist jener des Vertrauens, der Fröhlichkeit und der Liebe.“

„Und welcher Wolf gewinnt?“

wollte der Sohn wissen.

Coppia di Lupi © a.ghizzi - Fotolia.com

Der Vater sah den Sohn an und entgegnete:

„Der Wolf, den ich füttere.“

Diese Geschichte lädt zu verschiedenen Betrachtungen ein, unter anderem auch über Menschenbilder. Jede Gesellschaft schafft ihre Mythen und ihre Menschenbilder oder umgekehrt. Mythen bestehen lange Zeit fort. In Gesellschaften, in denen jahrhundertelang eine Elite die Mehrheit dominierte und daher Herrschaft in irgendeiner Form legitimiert werden musste, war der passende Mythos dazu: der Mensch sei ein primär egoistisches, auf seinen eigenen Vorteil bedachtes Wesen! Ein Wolf auf zwei Beinen quasi, dem nur durch Gewaltandrohung, Zwangssysteme und /oder nach dem Belohnungs-Bestrafungs-Prinzip beizukommen ist.

Nun freut es mich besonders zu wissen, dass dieses Menschenbild keine fundierte Basis hat. Neurobiologen und bekannte Wissenschaftler , wie Joachim Bauer und Wolfgang Hüther, bestätigen aus ihren Forschungen: der Mensch ist dem Grunde nach ein auf Kooperation ausgerichtetes Wesen! Daraus –und was auch einleuchtend ist - leitet(e) sich tatsächlich das Überleben der Spezies „Mensch“ ab. Gelingende Beziehungen werden biologisch mit der Ausschüttung körpereigener Wohlfühl-Botenstoffe belohnt. Diese sind mittlerweile s gut erforscht. Vielleicht freut es auch Sie irgendwann, wie mich, zu wissen: wenn mein körpereigenes System das Hormon „Oxytocin“ ausschüttet, weil ich eine bindungsfördernde Aktion setze, belohne ich mich selbst. Und weil ich – wie jeder andere Mensch auch – mich gerne beruhigt fühle, setze ich gerne Handlungen, die diesen Wohlfühlbotenstoff ausschüttet.

Welche Konsequenz leite ich darüber hinaus ab? Das Ideal des partnerschaftlich und solidarisch handelnden Menschen ist nicht nur verzweifelten Idealisten, Gutmenschen und Träumern vorbehalten!

Und damit schließt sich der Kreis der Geschichte im Prolog. Wen oder was wir füttern, bestimmt unser Sein. Wenn wir uns gegenseitig mit Wertschätzung und füttern, dann können wir diese auch ernten. Ich lade Sie mit b2b_empathie ein, mit mir in einen Kreis zu treten. Im Kreis wird jede/r für jede/n sichtbar und dies auf Augenhöhe: MitarbeiterInnen, PartnerInnen, Lieferanten, KundInnen und alle Menschen, mit denen Sie zu tun haben. Was uns in dieser Weise verbindet, ist die Erkenntnis: Wertschätzung - ein Win-Win-Spiel. Was sich letztlich auszahlt - Vertrauen!

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